Akkulok Metallist

MetallistSeit 1999 fährt auf der Peißnitz eine weitere Akkumulator-Lokomotive. Sie wurde im "Betrieb für Bergbauausrüstungen Aue" (BBA) mit der Fabriknummer 46470 im Jahr 1957 gebaut. Dabei scheint es sich um eine Vorserienlok zu handeln, da in allen Lieferlisten des BBA die Produktion der Metallist erst ab 1958 beginnt.

Ausgeliefert wurde die Lok an die SDAG Wismut. Später kam sie jedoch in einer Lehmgrube bei Dresden zum Einsatz, wo sie vermutlich auch umgebaut wurde und ihr hohes Führerhaus erhielt.

Im Jahr 1995 erwarb unser Förderverein die Lok und holte sie nach Halle auf die Peißnitz. Die Lok war in einem fürchterlichen Zustand, als sie zu uns kam. Die Aufarbeitung zog sich daher über mehrere Jahre hin.

Die zweiachsige, heute ihres vorwiegenden ehemaligen Einsatzortes in Erzbergwerken nur noch als „Metallist“ bezeichnete Lokomotive, erhielt abweichend vom Ursprungszustand eine 80 Volt Batterie und ein elektrisches Läutewerk. Eine Besonderheit ist die verschleißfrei arbeitende elektrodynamische Widerstandsbremse. Dabei wird die Bewegungsenergie den als Generator geschalteten Fahrmotoren entnommen und letztlich in den Bremswiderständen in Wärme umgesetzt. Eine mechanische Reibungsbremse wirkt erst kurz vor dem Stillstand und dient zudem als Feststellbremse.

 

Technische Daten - Akkulok Metallist (Nach Umbau für PE Halle)

Spurweite [mm] 600
Achsanordnung Bo
Länge über Puffer [mm] 2480
größte Höhe [mm] 2040
größte Breite [mm] 800
Dienstgewicht [t] 2,9
Höchstgeschwindigkeit [km/h] 6,5
Nennspannung der Batterie [V] 80
Nennkapazität der Batterie [Ah] 280
Leistung [kW] 2x2,6
Bremsausrüstung elektrodynamische Widerstandsbremse
mechanische Bremse
Hersteller Betrieb für Bergbauausrüstungen Aue (BBA)