Akkulok 112 753-9

Akkulok 112 753-9Ein besonderes Ereignis war am 12. Juni 1983 die Inbetriebnahme einer neuen vierachsigen Gelenk-Elektrospeicherlokomotive. Diese Lokomotive wurde in Anlehnung an die Baureihe V 100 der Deutschen Reichsbahn im Bahnbetriebswerk Halle G gebaut.

Ausgangspunkt für diese Lokomotive bildeten zwei Grubenlokomotiven vom Typ EL 9, die aus den Kupfergruben im Mansfeld beschafft wurden. Ein vorbildgetreu gefertigtes Führerhaus dient der Verbindung der beiden ebenso hergerichteten Lokteile.

Beide Lokomotivvorbauten beinhalten je einen 700 Ah Batteriesatz mit je 40 Zellen. Zur Leistungssteuerung erhielt die Lokomotive einen 4-stufigen Fahrschalter, welcher die beiden Fahrmotore im vorderen Lokteil versorgt.

Erst 1995 - im Rahmen einer Hauptuntersuchung der Lok - erhielt auch der zweite Lokteil an jeder Achse einen Fahrmotor. Zwischenzeitlich wurde außerdem der Nockenfahrschalter durch eine elektronische Leistungssteuerung ersetzt.

Durch ein geändertes Übersetzungsverhältnis in den Tatzlagerantrieben ist sie für eine Geschwindigkeit von 15 km/h bei Nennleistung ausgelegt.

Heute trägt die Lok die Bezeichnung 112 753-9, besitzt eine Spurkranzschmierung, Führerstandsheizung und stellt mit einer Leistung von 4 x 4,4 kW die leistungsstärkste Lok bei der Parkeisenbahn dar.

 

Technische Daten - Akkulok 112 753-9

Spurweite [mm] 600
Achsanordnung Bo’Bo’
Länge über Puffer [mm] 5080
größte Höhe [mm] 2000
größte Breite [mm] 1330
Dienstgewicht [t] 10
Geschwindigkeit [km/h] 15 (bei Nennleistung)
Nennspannung der Batterie [V] 2 x 80
Nennkapazität der Batterie [Ah] 700
Nennleistung [kW] 4 x 4,4
Bremsausrüstung direktwirkende, nichtselbsttätige Druckluftbremse,
mechanische Bremse als Feststellbremse
Hersteller Bw Halle G